Grundlagen

Container-Größen & Maße: 20 Fuß, 40 Fuß & Module

Von 20 Fuß bis High Cube: Hier finden Sie die genauen Außen- und Innenmaße, Gewichte und Rauminhalte der gängigen Container – übersichtlich in Tabellen.

13 Min. Lesezeit Aktualisiert: 01. August 2026

Wer einen Container mietet oder kauft, stößt schnell auf Angaben wie „20 Fuß”, „40 Fuß HC” oder „5-Meter-Modul”. Doch was bedeuten diese Bezeichnungen konkret in Zentimetern und Kilogramm? Dieser Ratgeber stellt die genormten Maße der gängigen See- und Baucontainer übersichtlich zusammen – mit Außenmaßen, nutzbaren Innenmaßen, Türöffnungen, Gewichten und Rauminhalten.

Bemaßtes Diagramm: 20-Fuß- und 40-Fuß-Container mit Außenmaßen, Höhe und Breite

Seecontainer nach ISO-Norm

Seecontainer sind international standardisiert. Die ISO-Norm legt Außenmaße und Eckbeschläge exakt fest, damit Container weltweit stapelbar, verzurrbar und mit denselben Kränen und Fahrzeugen umschlagbar sind. Die Länge wird traditionell in Fuß angegeben: Ein 20-Fuß-Container ist außen 6,058 m lang, ein 40-Fuß-Container exakt doppelt so lang plus einen kleinen Zwischenraum.

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Standardtypen zusammen. Die Innenmaße, Türöffnungen und Gewichte sind Näherungswerte, da sie je nach Hersteller, Baujahr und Zustand leicht variieren.

TypAußenmaß L × B × HInnenmaß ca. L × B × HTüröffnung ca. B × HLeergewicht ca.Zuladung ca.Volumen ca.
10 Fuß2,991 × 2,438 × 2,591 m2,83 × 2,35 × 2,39 m2,34 × 2,28 m1.300 kg8.000 kg16 m³
20 Fuß Standard6,058 × 2,438 × 2,591 m5,90 × 2,35 × 2,39 m2,34 × 2,28 m2.200–2.300 kg28.000 kg33 m³
20 Fuß High Cube6,058 × 2,438 × 2,896 m5,90 × 2,35 × 2,70 m2,34 × 2,58 mca. 2.400 kg28.000 kg37 m³
30 Fuß (selten)9,125 × 2,438 × 2,591 mca. 8,93 × 2,35 × 2,39 m2,34 × 2,28 mca. 3.000 kgca. 27.000 kg50 m³
40 Fuß Standard12,192 × 2,438 × 2,591 m12,03 × 2,35 × 2,39 m2,34 × 2,28 m3.700–3.800 kg26.500 kg67 m³
40 Fuß High Cube12,192 × 2,438 × 2,896 m12,03 × 2,35 × 2,70 m2,34 × 2,58 m3.900–4.000 kg26.500 kg76 m³
45 Fuß High Cube13,716 × 2,438 × 2,896 m13,56 × 2,35 × 2,70 m2,34 × 2,58 m4.800–5.000 kgca. 25.500 kg86 m³

Die Außenmaße sind durch die ISO-Norm exakt festgelegt und weltweit identisch. Alle Innenmaße, Türöffnungen, Gewichte und Volumenangaben sind dagegen ca.-Werte: Sie hängen von Hersteller, Baujahr, Bodenaufbau und Zustand ab und können um einige Zentimeter bzw. einige hundert Kilogramm abweichen. Neben diesen Grundtypen existieren zahlreiche Sonderbauformen wie Open-Top-, Flatrack-, Kühl- oder Tankcontainer, die von den hier genannten Innenmaßen abweichen.

10 Fuß: der Kleine für enge Grundstücke

Der 10-Fuß-Container ist mit knapp 3 m Außenlänge die kleinste gängige ISO-Größe. Er passt auf kleine Grundstücke, in Hinterhöfe und Vorgärten und lässt sich noch von vielen Standard-Absetzkippern bewegen. Typische Nutzung: Gartengeräte, Werkzeug, Reifen, Vereinsmaterial oder ein kompaktes Baustellenlager.

Vorteile: geringer Platzbedarf, leichtes Handling, niedriges Leergewicht (ca. 1.300 kg), günstige Transportkosten. Nachteile: vergleichsweise teuer pro Kubikmeter, geringe Zuladung von nur ca. 8.000 kg, seltener am Gebrauchtmarkt als 20-Fuß-Container. Worauf achten: Der Preis pro m³ liegt deutlich über dem eines 20-Fuß-Containers – wenn die Stellfläche es zulässt, ist der größere Bruder oft die wirtschaftlichere Wahl.

20 Fuß Standard: das Standardmaß

Der 20-Fuß-Container ist das weltweite Referenzmaß (ein TEU) und der beste Kompromiss aus Volumen, Gewicht und Handhabbarkeit. Er ist überall verfügbar, in jedem Zustand, zu jedem Preis – neu, gebraucht oder als Einwegcontainer.

Vorteile: hohe Zuladung von ca. 28.000 kg, beste Verfügbarkeit, günstigster Preis pro Einheit, problemlos per Lkw zu liefern und mit Ladekran abzusetzen. Nachteile: Innenhöhe von nur ca. 2,39 m – für einen gedämmten Ausbau bleibt am Ende wenig Stehhöhe. Worauf achten: Für die Anlieferung mit Absetzkipper werden rund 12–15 m gerade Anfahrt plus Rangierfläche benötigt.

20 Fuß High Cube: mehr Stehhöhe auf kleiner Fläche

Der 20-Fuß-High-Cube ist außen 2,896 m statt 2,591 m hoch und bietet innen rund 2,70 m statt 2,39 m. Er ist die erste Wahl, wenn auf kleiner Grundfläche Stehhöhe für den Ausbau gebraucht wird – etwa für Hobbyraum, Werkstatt, Sauna, Tiny-Office oder Serverraum.

Vorteile: rund 4 m³ mehr Volumen bei identischer Stellfläche, nach Dämmung von Boden und Decke bleiben noch ca. 2,40 m Raumhöhe. Nachteile: etwas schlechter verfügbar als der Standard, minimal teurer, höherer Schwerpunkt beim Transport. Worauf achten: Die Gesamthöhe auf dem Fahrzeug – Tordurchfahrten, Brücken und Bäume auf dem Grundstück vorher prüfen.

30 Fuß: die Sondergröße

Der 30-Fuß-Container ist eine echte Rarität. Er wurde nie in großer Stückzahl gebaut und spielt im Seeverkehr praktisch keine Rolle. Anzutreffen ist er am ehesten im Binnenland als Lager- oder Sondercontainer.

Vorteile: schließt die Lücke zwischen 20 und 40 Fuß, wenn genau diese Länge gebraucht wird. Nachteile: schwer erhältlich, hohe Preise, kaum Auswahl bei Zustand und Ausstattung, Ersatzteile und Türdichtungen schlechter verfügbar. Worauf achten: Vor der Planung Verfügbarkeit und Lieferzeit klären – oft sind zwei 20-Fuß-Container die schnellere und günstigere Lösung.

40 Fuß Standard: Volumen für leichte, sperrige Güter

Mit gut 12 m Länge und rund 67 m³ bietet der 40-Fuß-Container das doppelte Volumen eines 20-Fuß-Containers – aber kaum mehr Zuladung. Er ist deshalb das Format für leichte, sperrige und lange Güter: Möbel, Dämmstoffe, Verpackungen, Leergut, lange Profile oder Rohre.

Vorteile: bester Preis pro Kubikmeter, durchgehende Länge von über 12 m ohne Trennwand. Nachteile: Zuladung nur ca. 26.500 kg, hoher Platzbedarf beim Aufstellen, aufwendigerer Transport. Worauf achten: Für die Anlieferung sind ca. 25 m gerade Anfahrt und eine tragfähige, ebene Stellfläche nötig; ein Absetzkipper kann in engen Wohnstraßen an seine Grenzen stoßen.

40 Fuß High Cube: Standard im Ausbau und Wohnbereich

Der 40-Fuß-High-Cube ist der De-facto-Standard für Container-Ausbau und Wohnnutzung. Die Innenhöhe von ca. 2,70 m lässt nach dem Einbau von Boden-, Wand- und Deckendämmung noch eine wohnraumtaugliche Höhe von rund 2,35–2,45 m übrig.

Vorteile: rund 76 m³ Volumen, ideale Proportionen für Wohn-, Büro- und Studioumbauten, sehr gute Verfügbarkeit, viele passende Fertiglösungen (Fenster, Türen, Dämmsysteme). Nachteile: wie beim 40-Fuß-Standard begrenzte Zuladung, große Stellfläche, Transporthöhe beachten. Worauf achten: Für Wohnnutzung möglichst einen Container mit unbehandeltem oder geprüftem Holzboden wählen bzw. den Boden ersetzen.

45 Fuß High Cube: maximale Länge

Der 45-Fuß-High-Cube ist mit 13,716 m Außenlänge der längste gängige Seecontainer und fasst rund 86 m³. Im Seeverkehr wird er vor allem für voluminöse Konsumgüter eingesetzt, an Land als besonders großes Lager oder als Basis für lange Ausbaukonzepte.

Vorteile: maximales Volumen pro Einheit, größte durchgehende Innenlänge. Nachteile: eingeschränkte Transportfähigkeit auf der Straße – nicht jedes Fahrzeug und nicht jede Zufahrt ist dafür geeignet, teilweise sind Sondergenehmigungen nötig; geringere Verfügbarkeit und höhere Preise. Worauf achten: Transportweg, Wendekreis und Stellfläche vorab genau prüfen und die Lieferfähigkeit beim Anbieter schriftlich bestätigen lassen.

Sondermaße: Pallet Wide und Mini-Container

Neben den klassischen ISO-Längen gibt es zwei praxisrelevante Sonderformen:

  • Pallet-Wide-Container: Diese Bauform hat eine Innenbreite von ca. 2,44 m statt 2,35 m. Damit lassen sich Europaletten (1,20 × 0,80 m) quer nebeneinander stellen, ohne dass Platz verschenkt wird – ein 20-Fuß-Pallet-Wide fasst so 15 statt 11 Europaletten. Erkauft wird das mit dünneren Seitenwänden; die Außenmaße bleiben ISO-konform. Verbreitet vor allem im europäischen Kurzstreckenverkehr.
  • Mini-Container mit 6 und 8 Fuß: Diese Kleinstformate sind nicht ISO-genormt und werden in Modulbauweise gefertigt. Ihre Maße sind daher herstellerabhängig und liegen bei ca. 1,98 m bzw. 2,44 m Außenlänge. Sie sind leicht genug, um mit kleinen Kranfahrzeugen bewegt zu werden, und eignen sich als Gartenlager, Werkzeugbox oder Fahrradgarage. Wichtig: Maße, Türbreite und Stapelbarkeit immer beim konkreten Anbieter erfragen.

High Cube vs. Standard

Der auffälligste Unterschied zwischen einem Standardcontainer und einem High Cube liegt in der Höhe. Ein High Cube ist außen 2,896 m hoch statt 2,591 m – das sind rund 30 cm mehr. Innen bleibt dadurch eine nutzbare Höhe von etwa 2,70 m statt 2,39 m.

Diese zusätzlichen 30 Zentimeter wirken sich in mehreren Anwendungsfällen deutlich aus:

  • Sperrige oder hohe Güter passen leichter hinein, etwa Maschinen oder palettierte Ware in mehreren Lagen.
  • Umbauten zu Wohn- oder Büroräumen profitieren, weil nach dem Einbau von Boden- und Deckendämmung noch eine angenehme Raumhöhe übrig bleibt.
  • Mehr Volumen bei gleicher Grundfläche: Ein 40-Fuß-High-Cube fasst rund 76 m³ statt 67 m³ – bei identischer Stellfläche.

Faustregel: Wo es auf Raumhöhe oder maximales Volumen ankommt, ist der High Cube die bessere Wahl. Wo es nur auf Grundfläche und Gewicht ankommt, genügt der Standardcontainer.

Warum Innenmaß ≠ Außenmaß

Die Innenmaße sind spürbar kleiner als die Außenmaße – und das aus gutem Grund. Verantwortlich ist die Wandkonstruktion aus profiliertem Stahlblech (Corten-Stahl), die dem Container seine Stabilität gibt.

Konkret geht Platz verloren durch:

  • Wandstärke und Profilierung der Seitenwände (je Seite mehrere Zentimeter).
  • Boden- und Dachaufbau inklusive der Bodenplatten aus Holz.
  • Eckpfosten und Rahmen, die die tragende Struktur bilden.

Beim 20-Fuß-Container schrumpfen so die 6,058 m Außenlänge auf etwa 5,90 m nutzbare Innenlänge, die Breite von 2,438 m auf rund 2,35 m. Wichtig ist auch die Türöffnung: Sie ist mit ca. 2,34 m Breite und 2,28 m Höhe etwas kleiner als der eigentliche Innenraum. Wer breite oder hohe Gegenstände einlagern will, sollte deshalb immer die Türöffnung – nicht nur das Innenmaß – als Engpass einplanen.

Gewicht & Zuladung

Beim Transport sind drei Gewichtsangaben entscheidend:

  • Leergewicht (Tara): das Eigengewicht des leeren Containers.
  • Nutzlast (Zuladung): das maximal zulässige Gewicht der Ladung.
  • Max. Bruttogewicht: Tara plus Nutzlast, also das höchstzulässige Gesamtgewicht.
TypLeergewicht (ca.)Max. Zuladung (ca.)Max. Bruttogewicht (ca.)
10 Fuß1.300 kg8.000 kg9.300 kg
20 Fuß Standard2.200–2.300 kg28.000 kg30.480 kg
40 Fuß Standard3.700–3.800 kg26.500 kg30.480 kg
40 Fuß High Cube3.900–4.000 kg26.500 kg32.500 kg

Auffällig: Ein 40-Fuß-Container kann trotz doppelter Länge kaum mehr Gewicht zuladen als ein 20-Fuß-Container. Der Grund ist das genormte maximale Bruttogewicht von rund 30.480 kg. Das 40-Fuß-Format lohnt sich deshalb vor allem für voluminöse, aber leichte Güter, das 20-Fuß-Format für schwere, kompakte Ladung.

Beachten Sie außerdem, dass die im Straßenverkehr zulässigen Gesamtgewichte des Transportfahrzeugs die theoretische Zuladung in der Praxis oft weiter begrenzen.

Allroundcontainer: alle Größen

Allroundcontainer sind im deutschen Markt die gängige Bezeichnung für den isolierten Raum-, Modul- oder Bürocontainer. Sie sind damit das Gegenstück zum unisolierten Lager- oder Materialcontainer: Wo dieser nur eine Stahlhülle ist, hat der Allroundcontainer einen gedämmten Sandwich-Wandaufbau und ist als Aufenthaltsraum für Menschen gebaut.

Der typische Aufbau besteht aus Stahlblech außen, einer Dämmschicht aus PU-Schaum oder Mineralwolle und einer Innenverkleidung, meist aus beschichteter Melamin- oder Spanplatte. Übliche Dämmstärken – alle Werte ca. und herstellerabhängig:

  • Wand: ca. 60–80 mm
  • Dach: ca. 80–100 mm
  • Boden: ca. 60–100 mm

Dadurch ist der Allroundcontainer ganzjährig nutzbar – als Büro, Aufenthalts-, Schulungs-, Wach- oder Verkaufsraum. Auch Sanitär- und Wohnvarianten bauen auf demselben Grundkörper auf und ergänzen ihn um Installationen und Ausstattung.

Serienmäßig gehören dazu in der Regel:

  • Fenster, meist isolierverglast und mit Rollladen
  • Außentür mit Zylinderschloss
  • Elektroinstallation mit Verteiler, Steckdosen und Beleuchtung
  • Heizung (häufig ein elektrischer Konvektor); Klimatisierung meist optional

Allroundcontainer sind nicht ISO-genormt: Die Maße variieren je Hersteller. Sie sind aber bewusst transportkompatibel zu den Rastermaßen von Seecontainern ausgelegt und besitzen Eckbeschläge zum Kranen und Stapeln. Wichtig für die Planung: Durch Dämmung und Innenverkleidung ist das Innenmaß deutlich kleiner als beim gleich langen Seecontainer – pro Wand gehen schnell 8 bis 12 cm verloren.

Die folgenden Angaben sind ca.-Werte und herstellerabhängig; verbindlich sind immer die Maßblätter des jeweiligen Anbieters. Die Außenbreite liegt meist bei 2,44 m, die Außenhöhe bei 2,60–2,80 m.

GrößeAußenmaß ca. L × B × HInnenmaß ca. L × B × HNutzfläche ca.Typische Nutzung
8 Fuß2,44 × 2,20 × 2,60 m2,25 × 2,00 × 2,30 m4,5 m²Wach-/Pförtnercontainer, Kassenhäuschen
10 Fuß3,00 × 2,44 × 2,60 m2,80 × 2,23 × 2,34 m6,2 m²Einzelbüro, kleiner Aufenthaltsraum
12 Fuß3,65 × 2,44 × 2,60 m3,45 × 2,23 × 2,34 m7,7 m²Büro mit zwei Arbeitsplätzen
15 Fuß4,55 × 2,44 × 2,60 m4,35 × 2,23 × 2,34 m9,7 m²Büro, Umkleide, Sanitäreinheit
16 Fuß4,88 × 2,44 × 2,60 m4,68 × 2,23 × 2,34 m10,4 m²Aufenthaltsraum kleiner Teams
20 Fuß6,06 × 2,44 × 2,60 m5,85 × 2,23 × 2,34 m13,0 m²Standardgröße: Büro, Mannschaftsraum
24 Fuß7,32 × 2,44 × 2,60 m7,10 × 2,23 × 2,34 m15,8 m²Großraumbüro, Schulungsraum
25 Fuß7,60 × 2,44 × 2,60 m7,40 × 2,23 × 2,34 m16,5 m²Großraumbüro, Schulungs- oder Sozialraum
30 Fuß9,15 × 2,44 × 2,60 m8,95 × 2,23 × 2,34 m20,0 m²Klassenraum, große Einheiten

Gut ablesbar ist der Effekt der Dämmung: Ein 20-Fuß-Allroundcontainer hat außen praktisch dasselbe Maß wie ein 20-Fuß-Seecontainer, innen aber nur ca. 2,23 m statt 2,35 m Breite und ca. 2,34 m statt 2,39 m Höhe.

Grundsätzlich lassen sich Raumcontainer in nahezu jeder Länge fertigen – Sondermaße und projektbezogene Anfertigungen sind im Modulbau durchaus üblich. Eine vollständige Auflistung wäre daher wenig hilfreich. Die Tabelle zeigt deshalb die regulär gebauten Standardgrößen, die praktisch überall verfügbar sind und für die es Zubehör, Kopplungsteile und kurzfristige Mietangebote gibt.

XL-Container: 3 Meter Breite

Viele Allroundcontainer gibt es je nach Länge zusätzlich als XL-Ausführung mit 3,00 m Außenbreite statt der üblichen ca. 2,44 m (genau 2,435 m). Das sind gut ein halber Meter mehr Breite – und damit spürbar mehr Nutzfläche: Innen stehen rund 2,80 m statt 2,23 m zur Verfügung. Erst damit werden Räume möglich, in denen sich Schreibtische gegenüberstellen oder Besprechungstische sinnvoll platzieren lassen. In der Standardbreite bleibt dagegen meist nur eine einreihige Möblierung entlang einer Wand.

Auch hier gilt: Alle Werte sind ca.-Angaben und herstellerabhängig.

Größe XLAußenmaß ca. L × B × HInnenmaß ca. L × B × HNutzfläche ca.
20 Fuß XL6,06 × 3,00 × 2,60 m5,85 × 2,79 × 2,34 m16,3 m²
25 Fuß XL7,60 × 3,00 × 2,60 m7,40 × 2,79 × 2,34 m20,6 m²
30 Fuß XL9,15 × 3,00 × 2,60 m8,95 × 2,79 × 2,34 m25,0 m²

Praxishinweis zum Transport: Mit 3,00 m Breite liegt der Container über der im Straßenverkehr genehmigungsfrei zulässigen Fahrzeugbreite. Die Anlieferung ist damit ein Großraumtransport und benötigt in der Regel eine Genehmigung, je nach Strecke auch ein Begleitfahrzeug. Das verteuert den Transport und verlängert die Vorlaufzeit spürbar – planen Sie die Lieferung entsprechend früh und lassen Sie sich die Transportkosten vorab konkret ausweisen.

Fazit: XL lohnt sich, wenn dauerhaft mehrere Personen im Container arbeiten – etwa im Bauleitungsbüro über viele Monate, im Schulungsraum oder in der Vereinsunterkunft. Für kurze Baustelleneinsätze und einzelne Arbeitsplätze ist die Standardbreite meist die wirtschaftlichere Wahl, weil Anlieferung und Umsetzung deutlich einfacher bleiben.

Dämmwerte zur Orientierung

Je nach Aufbau, Dämmstoff und Dicke liegen die U-Werte grob im Bereich 0,3–0,6 W/(m²K). Diese Spanne ist ausdrücklich nur eine Orientierung und stark herstellerabhängig – sie ist keine Zusage einer bestimmten Norm oder eines bestimmten energetischen Standards. Wer den Container dauerhaft beheizen oder genehmigungspflichtig aufstellen will, sollte sich die konkreten U-Werte und Nachweise vom Hersteller schriftlich geben lassen.

Kopplung zu größeren Anlagen

Der große Vorteil der Modulbauweise ist die Kopplung: Mehrere Allroundcontainer lassen sich nebeneinander und übereinander zu zusammenhängenden Anlagen verbinden. Trennwände zwischen gekoppelten Modulen sind entfernbar, sodass durchgehende Großräume entstehen. Ergänzt wird das durch Flure, Außentreppen, Podeste und Geländer aus dem gleichen System. So entstehen aus Standardmodulen mehrgeschossige Büro-, Schul- oder Unterkunftsanlagen – und sie lassen sich später ebenso wieder demontieren und an anderer Stelle aufbauen.

Allroundcontainer (isoliert) vs. Seecontainer (unisoliert)

KriteriumAllroundcontainer (isoliert)Seecontainer (unisoliert)
Wandaufbau / DämmungSandwich: Stahlblech, PU-/Mineralwolldämmung (Wand ca. 60–80 mm), InnenverkleidungEinschaliges profiliertes Corten-Stahlblech, keine Dämmung
NormNicht ISO-genormt, Maße herstellerabhängig, aber transportkompatibelISO-genormt, Außenmaße weltweit exakt gleich
Innenmaß bei gleicher AußenlängeKleiner: bei 20 Fuß ca. 5,85 × 2,23 × 2,34 mGrößer: bei 20 Fuß ca. 5,90 × 2,35 × 2,39 m
GewichtLeichter, da dünnere Bleche und DämmstoffSchwerer: ca. 2.200–2.300 kg beim 20-Füßer
Fenster / Tür serienmäßigJa: isolierverglastes Fenster mit Rollladen, Außentür, ElektrikNein: nur die zweiflügelige Stahl-Containertür
Ganzjährige NutzungJa, als Aufenthaltsraum ausgelegt (mit Heizung, Klima optional)Nein: im Sommer Hitze, im Winter Kälte und Kondenswasser
StapelbarkeitÜber Eckbeschläge möglich, Anzahl der Lagen herstellerabhängigMehrfach stapelbar, seetauglich verzurrbar
Typische NutzungBüro, Aufenthalts-, Schulungs-, Wach-, Verkaufs-, SanitärraumTransport, Lagerung, Ausbauprojekte
PreisniveauHöher durch Dämmung und AusstattungGünstiger pro Kubikmeter, guter Wiederverkaufswert

Kurz gesagt: Sollen sich Menschen darin aufhalten, führt kein Weg am isolierten Allroundcontainer vorbei. Geht es nur um Material, ist der unisolierte Lager- oder Seecontainer die günstigere Wahl.

Welche Größe passt wann?

Ein paar praktische Faustregeln für die Auswahl:

  • Ein Arbeitsplatz, Pförtner oder Kassenhäuschen: 8 bis 10 Fuß. Ca. 4,5–6,2 m² reichen für Schreibtisch, Stuhl und Schrank.
  • Zwei bis drei Arbeitsplätze: 12 bis 16 Fuß. Rechnen Sie in der Praxis mit ca. 5–6 m² Nutzfläche pro dauerhaftem Arbeitsplatz plus Fläche für Schränke und Verkehrsweg.
  • Bauleitung, Mannschafts- oder Aufenthaltsraum: 20 Fuß als Standardgröße mit ca. 13 m² – genug für einen Tisch mit sechs bis acht Plätzen.
  • Schulung, Besprechung, Klassenraum: 24, 25 oder 30 Fuß, gern in XL-Breite, oder zwei gekoppelte 20-Füßer mit entfernter Trennwand.
  • Sanitär und Umkleide: meist 15 Fuß, da die Installationen zusätzlich Platz beanspruchen.
  • Reines Materiallager: kein Allroundcontainer – hier genügt ein unisolierter Lager- oder Seecontainer, der deutlich günstiger ist.

Faustregel bei der Auswahl: Lieber eine Nummer größer planen. Nach Abzug von Dämmung, Innenverkleidung und Möblierung bleibt von der Außenlänge spürbar weniger nutzbare Fläche übrig, als das Etikett „20 Fuß” vermuten lässt.

Details zu Ausstattung, Varianten und Preisen finden Sie im Beitrag Bürocontainer: Ausstattung, Größen & Kosten.

Modullängen in Metern statt Fuß

Manche Hersteller geben die Länge ihrer Raumcontainer nicht in Fuß, sondern in glatten Metern an. Gemeint ist dieselbe Bauweise wie beim Allroundcontainer – nur die Bezeichnung unterscheidet sich. Diese Übersicht hilft beim Umrechnen:

Modullänge (ca.)entspricht etwaBreite (ca.)Typische Nutzung
3 m10 Fuß2,44 mKleines Büro, WC-Einheit
4 m13 Fuß2,44 mEinzelbüro, Wachcontainer
5 m16 Fuß2,44 mBüro, Aufenthaltsraum
6 m20 Fuß2,44 mGrößeres Büro, Mannschaftsraum
7 m23 Fuß2,44 mGroßraum, Besprechung
9 m30 Fuß2,44 mKlassenraum, große Einheiten

Die Außenhöhe liegt jeweils bei ca. 2,60–2,80 m. Auch diese Längen sind in der XL-Ausführung mit 3,00 m Breite erhältlich.

Welche Größe wofür?

  • 10 Fuß: Ideal, wenn wenig Stellfläche vorhanden ist – als Werkzeug-, Garten- oder Baustellenlager.
  • 20 Fuß: Der Allrounder für Umzüge, schwere Güter und mittelgroße Lageraufgaben; leicht zu transportieren und zu platzieren.
  • 20 Fuß High Cube: Wenn auf kleiner Fläche Stehhöhe gebraucht wird – Werkstatt, Hobbyraum, kompakter Ausbau.
  • 30 Fuß: Sondergröße für Zwischenlängen – nur, wenn tatsächlich verfügbar.
  • 40 Fuß: Für große, voluminöse Mengen und lange Güter; das Maximum an Volumen pro Container.
  • 40 Fuß High Cube: Wenn zusätzlich Höhe gefragt ist – etwa beim Umbau zu Wohn- oder Büroraum.
  • 45 Fuß High Cube: Maximales Volumen – aber nur mit geprüftem Transportweg und ausreichend Stellfläche.
  • Allroundcontainer (isoliert, 8–30 Fuß): Für alles, was ganzjährig als Raum genutzt wird – Büro, Aufenthalt, Schulung, Wachdienst; auf Wunsch in XL-Breite mit 3,00 m.
  • Baucontainer-Module: Für alles, wo Menschen sich aufhalten: Büro, Pausenraum, Sanitär, Unterricht.

Wie sich die verschiedenen Größen preislich unterscheiden, lesen Sie im Beitrag Was kostet ein Container?.

Fazit

Die Wahl der richtigen Container-Größe hängt weniger von der Bezeichnung als von den konkreten Maßen ab. Entscheidend sind das nutzbare Innenmaß, die oft übersehene Türöffnung und – beim Transport – die zulässige Zuladung. Seecontainer sind streng genormt und dadurch gut planbar, während Baucontainer-Module flexibel koppelbar sind. Wer vor der Miete oder dem Kauf die hier zusammengestellten Tabellen zurate zieht, vermeidet böse Überraschungen und findet zuverlässig die passende Größe für sein Vorhaben.

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